Partnerschaft und Eine Welt

weltweite Verbundenheit  unsere Partnerschaft mit der Gemeinde in Njombe (Ostafrika)   (> mehr)

und

fairer Handel  unser Eine-Welt-Laden mit fairgehandelten Produkten aus aller Welt  (> mehr)

 

» Aktuelle Informationen

- nächster Verkauf im Eine-Welt-Laden: 16. Juni und 21. Juli

- Partnerschaftstag am 21.6. (Programm folgt)

 

Partnerschaftsgottesdienst mit Kirchenkaffee

Sonntag, 31. März 2019

Partnerschaftssonntag 2019: Pfr. Kilagwa predigt

 

„Neema, neema, neema imefunuliwa - die Gnade Gottes ist uns offenbar geworden.“ Dieses tansanische Lied begleitete uns durch den Partnerschaftstag. Unsere Gäste, Pfarrerin Kilagwa und Pfarrer Mhema aus Njombe, gaben den Takt vor. Begeistert sangen alle mit und klatschten dazu.

 

Im Gottesdienst predigte Pfarrerin Kilagwa über Römer 12: Die Liebe ist das Fundament. Paulus gibt hier ganz praktische Ratschläge dazu. Nach Kräften den Nachbarn zu helfen und die Armen und Schwachen zu unterstützen, darauf kommt es an. So wird die große christliche Gemeinschaft spürbar. So kann Frieden wachsen.

 

Unsere Gäste arbeiten nun schon rund 4 Jahre als ökumenische Mitarbeiter in Bayern. Beim Kirchenkaffee haben wir viel erfahren, was beiden in Deutschland aufgefallen ist:

 

  • Vorbildlich ist unser Sozialsystem. Ob krank oder alt oder arm, es gibt Hilfe vom Staat oder von der Diakonie. Das ist nicht selbstverständlich.
  • Unser Verkehrssystem ist weit ausgebaut. Die Autostraßen sind gut und groß und der öffentliche Verkehr mit Zug und Bus bietet ein breites Angebot.
  • Unser Leben richtet sich sehr nach der Uhr. Wir haben viele Termine, die pünktlich eingehalten werden müssen.

 

Auch im kirchlichen Leben gibt es Unterschiede:

 

  • Sonntag ist für die Christen Tag des Herrn. Da nimmt man sich in Tansania Zeit für den Gottesdienst, der daher auch zwei Stunden oder mehr dauern darf.
  • Dabei wird viel gesungen: Zusätzlich zu den Gemeindeliedern singen in Njombe in jedem Gottesdienst 3 Chöre.
  • Eine Besonderheit in Deutschland sind die Tauf- und Konfirmandensprüche. Die gibt es so in Tansania nicht, sind aber für uns hier eine Bereicherung.

 

Ein weiteres Thema war die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Hier hat sich nicht nur in Deutschland viel verändert.

 

  • Heute ist in Tansania der Schulbesuch auch von Mädchen selbstverständlich, es gibt sogar eigene Gymnasien nur für sie.
  • Und wie das Beispiel von Pfarrerin Kilagwas Lebenslauf zeigt, ist nun auch nach der Heirat eine Weiterbildung z.B. zur Pfarrerin möglich.
  • Auch in der Politik ist die Gleichberechtigung spürbar; viele Abgeordnete in Tansania sind Frauen und eine Frau ist stellvertretende Präsidentin.

 

 

 


 

 Njombe-Partnerschaft

 

 

 

Bildrechte: beim Autor

 

 

 

 

 

 

 

Njombe – das ist eine wachsende Stadt im Süden Tansanias (Ostafrika) mit rund 150.000 Einwohnern.
Mit der evangelischen Gemeinde dort verbindet uns seit rund 50 Jahren eine Partnerschaft.

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Partnergemeinde
•    Zur Gemeinde gehören rund 5.000 Christen. Pfarrer Godiwe leitet die Gemeinde zusammen mit zwei weiteren Pfarrern. Zusätzlich helfen zwei Pfarrer im Ruhestand.
•    Jeden Sonntag gibt es zwei Gottesdienste (um 7 Uhr und um 10 Uhr) und einen Kindergottesdienst, jeden Werktag kommen am Morgen Christen für eine halbstündige Andacht zusammen.
•    Zusätzlich gibt es 5 weitere Predigtstationen. Auch dort wird jeden Sonntag Gottesdiensts gefeiert.
•    Die Gemeinde hat 6 Chöre, die abwechselnd in den Sonntagsgottesdiensten auftreten.
•    Die früheren Sprengel Melinze und Uwemba sind inzwischen eigenständige Gemeinden.

 

4 Ziele hat diese Partnerschaft:
•    voneinander lernen: Die Partnerschaft gibt die Chance, über den eigenen Tellerrand zu blicken und von den Lebensbedingungen in einem der ärmsten Ländern der Erde zu erfahren.
•    miteinander teilen: Wir unterstützen unsere Partner z.B. mit Geldern für den Kindergarten oder für den Schulbesuch von Waisen.
•    füreinander einstehen: Gerade im Zeichen der Globalisierung ist es gut, wenn Christen zusammenstehen und gemeinam für eine gute Welt eintreten.
•    füreinander beten: Das Gebet gehört wesentlich zur Partnerschaft und schafft Verbindung auch über weite Distanz.

 

Der Njombe-Tag:
Die Partnerschaft lebt vom gegenseitigen Austausch (zeitgemäß per E-Mail) und regelmäßigen Besuchen. Ein Höhepunkt ist der jährliche Njombe-Tag. Bei diesem Gemeindetag steht die Partnerschaft im Mittelpunkt - bei uns und bei unseren Partnern. Dazu werden Predigtgedanken und Gebetsanliegen ausgetauscht.

 


 

Eine-Welt-Laden

 

Wir verkaufen jeden dritten Sonntag im Monat fair gehandelte Waren wie Kaffee und Schokolade.

 

Fair gehandelt heißt:

 

  • Den Bauern ist ein Mindestpreis garantiert. Damit hängt ihr Einkommen nicht mehr vom Auf und Ab an der Börse ab.
  • Zusätzlich gibt es Fair-Trade-Aufschläge. Deren Verwendung wie Frauenförderkurse oder Wasserversorgung legt die Kooperative der Bauern selbst fest.
  • Die Abhängigkeit vom Zwischenhandel entfällt und auf Wunsch erhalten die Bauern einen Teil der Ernte vorfinanziert.

 

Der Faire Handel hilft so, Armut zu überwinden. Faire Preise sind kein Almosen, sondern schaffen Strukturen für einen gerechteren Handel weltweit. Dadurch wird es den Bauern ermöglicht, sich eine menschenwürdige Existenz aufzubauen.
Studien zeigen, dass Fairtrade einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kleinbauern und Landarbeitern im ländlichen Raum leistet.

 

Tragen Sie dazu bei und bevorzugen Sie fair gehandelte Produkte bei Ihrem Einkauf.

 

Weitere Informationen finden Sie z.B. unter http://www.fairtrade.de.

 


 

Rückblick

 

Njombetag 2018 – ein Tag voller Begegnungen
   

 

 

 

Pfr. Mhema predigt in Philippus
Bildrechte: M. Binder

 

 

 

 

 

 

 

Unser Gast:   Pfr. Mhema
von 2012 bis 14 Pfarrer
in Njombe
zurzeit Mitarbeiter aus Übersee in Bayern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gäste bringen Segen
Heuer durften wir den Njombetag zusammen mit Pfr. Mhema feiern. Er war von 2012 bis 2014 Pfarrer in unserer Partner-gemeinde und arbeitet derzeit als Mitarbeiter aus Übersee in Unterfranken.

 

Es ist immer wieder neu etwas Besonderes, Gäste zu empfangen.

 

Festgottesdienst mit Schwung
Schon im ersten Teil des Festgottesdienstes brachte Pfr. Mhema mit dem tansanischen Lied „Asante sana Yesu“ (übersetzt „vielen Dank Jesus“) frischen Schwung. Könnten wir nicht öfter etwas Bewegung und Klatschen beim Singen brauchen?
In seiner Predigt (auf Deutsch!) sprach Pfr. Mhema über 2. Kor. 3 „Wir sind ein Brief Jesus“. So legen wir Zeugnis für alle Menschen ab - auch in der Partnerschaft. Sich zusammenschließen, voneinander lernen und gemeinsam über den Glauben reden sind wichtige Schritte dazu.
Im gemeinsamen Abendmahl wurde die christliche Verbundenheit besonders spürbar. In den Fürbitten griffen wir die Sorgen und Nöte unserer Partner auf. Ein letzter Höhepunkt des Gottesdienstes war dann der Segen in Suaheli und auf Deutsch.

 

Kaffee mit Mikes Music Train
Beim Kirchenkaffee (mit leckerem selbst gebackenem Kuchen) spielte Mikes Music Band Big-Band-Musik unten im Saal. So nahe kommt man den Musikern selten. Da hätte man gerne noch länger zugehört.

 

Impulse aus Njombe
Lebendig erzählte Pfr. Mhema von der Gemeinde in Njombe. Er war dort einige Jahre Pfarrer, bevor er für 4 Jahre nach Bayern kam.

 

  • Die Gemeinde in Njombe zählt rund 5.000 Christen. Jeden Sonntag gibt es zwei Gottesdienste (um 7 Uhr und um 10 Uhr) und einen Kindergottesdienst. Zusätzlich gibt es 5 weitere Predigtstationen. Auch dort werden Gottesdienste gefeiert. Zusammen kommen rund 2.000 Leute jeden Sonntag! Von so vollen Kirchen können wir nur träumen. Und sogar jeden Werktag kommen am Morgen Christen für eine halbstündige Andacht zusammen. Ist uns der Gottesdienst auch so wichtig?
  • Beeindruckt haben die Fotos vom großen Bau-Projekt der Gemeinde. Diese errichtet ein Gästehaus, um daraus Einnahmen zu erwirtschaften. Der bestehende Rohbau mit mehreren Stockwerken ist richtig imposant. Voller Vertrauen wird immer weiter gebaut, auch wenn die Finanzierung noch nicht gesichert ist.
  • Der Kirchenvorstand in Njombe hat, wie in der tansanischen Kirche üblich, ganz andere Aufgaben als bei uns: Die dortigen Kirchenvorsteher betreuen die Christen in ihrer Umgebung und besuchen sie. Sie schauen auch nach, wenn jemand plötzlich nicht mehr zum Gottesdienst kommt. So ein Besuchsdienst stärkt die christliche Gemeinschaft.
  • Ganz selbständig sind inzwischen die Gemeinde Uwemba (ein Dorf etwas außerhalb der Stadt) und die Gemeinde Melinze (in einem Stadtviertel von Njombe). Früher waren beide ein Sprengel von der Gemeinde in Njombe. Die Gemeinden in Tansania wachsen, immer wieder entstehen neue Kirchen. Das macht Mut.

 

Barbecue mit der Peace Church
Nach dem Vortrag wurde es bunt im Gemeindesaal: Es kamen die Christinnen und Christen der Peace Church dazu. Deren Gottesdienst in der Philippuskirche endete gegen 13 Uhr, so konnten wir zusammen essen. Dazu übernahmen Helfer der Peace Church die Küche für alle. Es gab leckeres vom Grill und viele Salate dazu. Da war viel Zeit fürs Gespräch.

 

Es war ein großer Tag - ein Tag im Zeichen der weltweiten Ökumene, voller Begegnungen, bunt und bereichernd.